Was Geyser und Floodgate machen
Geyser übersetzt zwischen den beiden Editionen. Gegenüber deinem Server verhält es sich wie ein Java-Client, deshalb funktionieren Redstone, Farmen und Plugins genau wie für Java-Spieler. Floodgate lässt Bedrock-Spieler mit ihrem Xbox-Konto rein, statt mit einem Java-Konto.
| Plugin | Aufgabe | Wo es läuft |
|---|---|---|
| Geyser | Nimmt Bedrock-Verbindungen auf einem UDP-Port an und übersetzt sie | Paper-/Spigot-Server oder im Netzwerk auf dem Proxy |
| Floodgate | Login ohne Java-Konto, Bedrock-Namen und Skins | Dort, wo Geyser läuft, optional auf den Backend-Servern |
Bevor du anfängst: Java und Versionen
- Geyser braucht Java 21 oder neuer auf der Maschine, auf der es läuft.
- Dein Server muss die neueste Java-Version annehmen, weil Geyser einen solchen Client nachahmt. Ältere Server brauchen ViaVersion.
- Geyser-Spigot läuft auf Paper und Spigot ab 1.20.5. Ältere Server brauchen einen Proxy, Geyser Standalone oder ViaProxy.
- Unterstützt werden nur aktuelle Bedrock-Versionen (Oktober 2026: Bedrock 26.30 bis 26.52, Java 26.2). Halte Geyser aktuell, denn Bedrock aktualisiert sich selbst.
Geyser und Floodgate für deine Plattform lädst du von der offiziellen GeyserMC-Downloadseite.
Einrichtung auf einem einzelnen Paper- oder Spigot-Server
- Leg
Geyser-Spigot.jarundFloodgate-Spigot.jarin den Ordnerplugins. - Starte den Server neu. Geyser legt
plugins/Geyser-Spigot/config.ymlan, Floodgate den Ordnerplugins/floodgate/mitconfig.ymlund einerkey.pem. - Öffne die Geyser-Config und prüf den Abschnitt
bedrock. Derportist das, was Bedrock-Spieler eintippen. - Stell die Authentifizierung auf
floodgateund starte noch einmal neu.
bedrock:
address: 0.0.0.0
port: 19132
clone-remote-port: false
java:
auth-type: floodgateIn älteren Geyser-Configs heißt der zweite Abschnitt remote, die Einstellung also remote.auth-type. Aktuelle Versionen schalten von selbst auf Floodgate um, wenn es auf demselben Server läuft; setzen schadet trotzdem nicht.
Auf einem einzelnen Server kopierst du die key.pem nirgendwohin. Geyser liest sie direkt bei Floodgate, und eine übrig gebliebene Kopie im Geyser-Ordner führt zu Login-Fehlern.
Den Bedrock-Port für UDP öffnen
Java nutzt TCP, Bedrock nutzt UDP. An dieser Stelle scheitern die meisten Einrichtungen.
- Hosting-Panel: Leg einen zusätzlichen Port an (viele Hoster nennen das Allocation) und trag ihn als
bedrock.portein. Manche Hoster verlangen für Bedrock denselben Port wie für Java oder ändern den Java-Port bei jedem Start; dort sorgtclone-remote-port: truedafür, dass Geyser den Java-Port nimmt. Die Geyser-Setup-Seite hat Anleitungen für viele Hoster. - Pterodactyl: Weise den Port dem Server im Tab „Network“ zu.
- Eigener Rechner oder VPS: Öffne den Port für UDP in der Firewall und zu Hause zusätzlich im Router. OVH und Oracle Cloud blocken UDP außerdem in ihrer eigenen Firewall.
sudo ufw allow 19132/udp
sudo ufw reloadVoice-Chat-Plugins oder Query können sich den Port nicht mit Geyser teilen. Wenn der Port offen ist, führ geyser connectiontest <ip> <port> in der Konsole aus; der Befehl prüft den Port und schlägt Lösungen vor.
Einrichtung im Netzwerk mit Velocity oder BungeeCord
Im Netzwerk verbinden sich Bedrock-Spieler genau wie Java-Spieler mit dem Proxy. Geyser läuft deshalb nur auf dem Proxy.
- Installiere Geyser und Floodgate für deinen Proxy (Velocity oder BungeeCord) und starte den Proxy neu.
- Setz in Geysers Config auf dem Proxy den
bedrock.portund die Authentifizierungfloodgate, und öffne den Port wie oben für UDP. - Installiere Floodgate-Spigot auf jedem Backend. Das ist für Plugins mit der Floodgate-API nötig und verbessert die Skins.
- Richte die Weiterleitung ein: Bei BungeeCord
ip_forward: truein dessenconfig.ymlundbungeecord: truein derspigot.ymljedes Backends; bei Velocity die Weiterleitung der Spielerinfos so, wie es die Velocity-Doku beschreibt. - Setz in Floodgates Config auf dem Proxy
send-floodgate-data: true. - Kopier die
key.pemaus dem Floodgate-Ordner des Proxys in den Floodgate-Ordner jedes Backend-Servers und starte danach Backends und Proxy neu.
send-floodgate-data: trueHalte die key.pem geheim: Mit ihr kommen Konten an der Java-Anmeldung vorbei. Lade sie per FTP im Binärmodus hoch, sonst gibt es Tag mismatch-Fehler.
Bedrock-Namen: das Punkt-Präfix
Floodgate setzt vor jeden Bedrock-Namen ein Präfix, damit er nie mit einem Java-Namen kollidiert. Standard ist ein Punkt, aus dem Xbox-Gamertag Steve wird auf deinem Server also .Steve. Leerzeichen im Gamertag werden durch _ ersetzt.
username-prefix: "."
replace-spaces: true- In Befehlen nutzt du den vollen Namen mit Präfix. Nimmt ein Befehl ihn nicht an, setz den Namen in Anführungszeichen:
/tp ".Steve". - Für die Whitelist gibt es
fwhitelist add Steve. Das Präfix brauchst du dort nicht. - Hat LuckPerms Probleme mit Bedrock-Namen, setz
allow-invalid-usernames: truein dessen Config.
GeyserMC rät, das Präfix zu behalten. Bedrock-Spieler voten auch mit diesem Namen: Auf BestMCServerList tragen sie .Steve ein, also den Namen, den dein Vote-Belohnungs-Plugin sieht.
Verknüpfte Konten und Skins (optional)
Global Linking ist in Floodgate standardmäßig an. Wer beide Editionen besitzt, joint link.geysermc.org mit beiden Konten und tippt /linkaccount. Danach spielt er auf beiden Geräten mit Inventar und Position des Java-Kontos, sollte seine Bedrock-Items also vorher umräumen. Eine eigene Verknüpfungsdatenbank braucht eine zusätzliche Floodgate-Erweiterung.
Floodgate wandelt Bedrock-Skins um und lädt sie hoch, damit Java-Spieler sie sehen. Das läuft über eine Warteschlange und kann eine Weile dauern.
Typische Fehler und Lösungen
| Symptom | Häufige Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| „Unable to connect to world“ | UDP-Port zu, falscher Port oder Hoster-Einstellung | Port für UDP öffnen, Geyser-Anleitung deines Hosters befolgen, geyser connectiontest ausführen |
| Java geht, Bedrock nicht | Port nur für TCP geöffnet | Bedrock braucht UDP |
| „Invalid IP address!“ | Die Domain hat nur einen SRV-Eintrag | Bedrock kann keine SRV-Einträge. Gib stattdessen die IPv4-Adresse ein |
Address already in use beim Start | Etwas anderes belegt den Port | Gib Geyser einen eigenen UDP-Port |
| „Please connect through the official Geyser“ | Veraltete Plugins oder unterschiedliche key.pem-Dateien | Geyser und Floodgate aktualisieren, Proxy-Schlüssel neu kopieren |
| „Outdated server“ | Server zu alt für Geyser | ViaVersion installieren oder Server aktualisieren |
Manches lässt sich gar nicht übersetzen: Links- und Rechtsklick sehen in Inventaren gleich aus, Befehle ohne Brigadier haben keine Tab-Vervollständigung, Links im Chat sind nicht klickbar. Teste Menüs mit einem echten Bedrock-Gerät. Plugins können über die Floodgate-API echte Bedrock-Formulare zeigen; dafür muss Floodgate auf ihrem Server laufen.
Beide Adressen auf BestMCServerList zeigen
Bedrock-Spieler verbinden sich mit deiner Adresse plus Bedrock-Port, zum Beispiel play.example.net und 19132. BestMCServerList zeigt auf jeder Serverseite Java- und Bedrock-Adresse getrennt an, jeweils mit Kopierknopf.
- Öffne Server eintragen und gib deine Java-Adresse ein.
- Setz den Haken bei Bedrock-Spieler werden unterstützt.
- Trag den Bedrock-Port aus
bedrock.portein. Die Bedrock-IP lässt du leer, wenn sie der Java-Adresse entspricht.
Crossplay ist für einen neuen Server ein echter Vorteil. Den Rest des Plans findest du unter Spieler für einen neuen Server finden.